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Informationsblatt

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WIR VON MWANA WANGE

Informationsblatt 2/2018


Editorial


Liebe Freunde von Mwana Wange


Mit großen Schritten eilen wir momentan auf unser Fest zu, das am 12. Oktober 2018 mit allen, die sich besonders für unsere Kinder in Uganda engagiert haben, feiern wollen. Auch unser Hauptakteur aus Uganda, Michael Kabonge, wird dabei sein. Er ist dann das erste Mal für 14 Tage zu Besuch in Halle.


Wir feiern 25 Jahre Engagement in Uganda. Da war es ein schönes Zeichen, dass wir gerade in diesem Juni in Halle für unsere Arbeit den Bürgerpreis "Der Esel, der auf Rosen geht" erhielten (siehe Seite 3). Ja, unsere Arbeit hat in den letzten Jahren erheblich an Umfang zugenommen. Wir konnten eine nicht geringe Zahl an Kindern neu in die Schulförderung aufnehmen. Wir haben entschieden, nach vorheriger Anfrage und wenn es uns möglich ist, eine zweijährige Berufsausbildung nach Schulabschluss zu fördern, um damit die Chancen für die Jugendlichen zu vergrößern.


Mehrere kleine Projekte zur baulichen Verbesserung von Schulen beschäftigen uns, andere für die Kinder wichtige Dinge sind in Vorbereitung. Das alles können wir nur durch Ihre Spendenbereitschaft erreichen, für die wir ganz herzlich Danke sagen.


Brigitte Schmeja
Vorsitzende

 

Mwana Wange auf der Landesgartenschau


"Aus der Quelle erfrischt", so ist das Thema der Kirchen auf der Landesgartenschau 2018. Und es gab hier wirklich eine Wasserquelle, aus der man trinken und sich erfrischen konnte.


Die diesjährige Landesgartenschau findet vom 21.04. bis zum 07.10. in Burg bei Magdeburg statt. Außerhalb des offiziellen Geländes befindet sich der Kirchenpavillon, umgeben von schattigen und sonnigen Wiesen mit Tischen, Bänken und Stühlen zum Ausruhen und Kaffeetrinken.


Als Verein wurden wir gefragt, ob wir bereit wären, einen Tag auf diesem Kirchengelände zu gestalten.


Wir sagten erfreut für den 4. Juli zu. So ergab sich für uns die Möglichkeit, dort die Anliegen unseres Vereins unseren Besuchern vorzustellen.


Vor einigen Wochen begannen wir damit, zu überlegen, welche Aktionen wir dort anbieten könnten. Es wurden einige neue Ideen entwickelt: ein Flaggenquiz war für die Erwachsenen gedacht, zwei Memoryspiele, die afrikanische Blumen und Tiere zum Thema hatten, zwei Holzelefanten, die sich ein Wettrennen liefern konnten. Ebenso war unser bewährtes Afrika-Puzzle im Einsatz.


Wir gestalteten den Aufsteller neu und bereiteten eine Andacht vor, die jeden Tag um 12 Uhr eine Ruhepause darstellt. Sie sollte von der jeweils für den Tag verantwortlichen Gruppe vorbereitet werden.


Im Zentrum des Kirchengeländes ist ein Altar aufgebaut, der von den Gemeinden Burgs mit einer extra dafür gewebten Paramentik gestaltet wurde. Auf ihr sind Bilder der Schöpfungsgeschichte dargestellt: Adam und Eva, der Apfel, die Schlange, Bäume.


Am Altar stehen eine symbolische Holzkerze, eine sehr schön bebilderte Bibelausgabe der Einheitsübersetzung und ein bunter Blumenstrauß. Hier hielten wir mittags unsere Andacht, die die Schönheit der Schöpfung und unsere Verantwortung für sie betonte. Als Lesung sollten die beiden Verse aus Genesis Kapitel 1 und 2 zum Nachdenken anregen, wie manches in unserem Verhalten auf Gottes gute Schöpfung wirkt. Wir haben den Auftrag, sie zu pflegen und zu schützen (Gen. 2), aber nicht zerstörerisch auf sie einzuwirken. So wird der Satz "Machet euch die Erde untertan und herrschet über sie" (Gen. 1) häufig falsch verstanden.


Wir hatten wie immer einen umfangreichen Informationstisch aufgebaut. Auf einer anderen Wiese des Geländes gab es einen Tisch für Kinder, an dem Blumen und Schmetterlinge gebastelt werden konnten. Manche Oma beteiligte sich auch daran und unterstützte die Enkel.


Bei strahlendem Sonnenschein und oft stechender Hitze führten wir, besonders am Vormittag, viele ausführliche Gespräche, die über unsere Arbeit in Uganda informierten, und hatten viel Spaß bei den Aktionsangeboten.


Am Nachmittag stand das Basteln mit den Kindern im Mittelpunkt.


So erlebten wir einen Tag, der manchem die Möglichkeit, Kinder in Uganda zu fördern, näher gebracht hat.


Ein Dank sei den Helfern gesagt, die die Gäste und uns mit Kaffee, Tee und Kuchen versorgten.


Müde, aber zufrieden, fuhren wir am frühen Abend wieder nach Hause zurück.


Brigitte Schmeja

 

Wenn ein Esel auf Rosen geht


… muss es schon einen besonderen Anlass geben. Die Sage vom Müllerburschen kennt in Halle wohl jeder. Seit 2003 aber wird der "Esel, der auf Rosen geht" als Bürgerpreis an besonders verdienstvolle Ehrenamtliche der Stadt Halle und des Saalekreises verliehen. In diesem Jahr haben wir, der Vorstand von Mwana Wange, unsere Vorsitzende, Frau Prof. Brigitte Schmeja, für diesen Preis vorgeschlagen. Seit nunmehr 25 Jahren setzt sie sich unentwegt für die Schulkinder in Uganda ein! Ungefähr 100 Vorschläge waren in diesem Jahr bei der Jury eingegangen. Umso schöner war es, zu hören, dass Frau Schmeja in der neuen Kategorie Publikumspreis mit zu den vier Kandidaten der Endrunde gehörte! Am 2. Juni 2018, in einer Festveranstaltung im neuen Theater, wurden die Preise verliehen. Der Publikumspreis wurde als letzter und per Handzeichen gewählt. Und zu unser aller Überraschung lag Brigitte Schmeja – wenn auch nur mit wenigen Punkten - vorn! Und so durfte sie die Statue des Esels mit nach Hause nehmen! Verbunden mit der Ehrung war ein Scheck über 500 Euro, den sie gleich dem Verein Mwana Wange zur Verfügung stellte, sowie eine einjährige Patenschaft eines Jurymitgliedes, in dem Falle von Frau Angela Papenburg.


Übrigens, was wahrscheinlich nur wenige wissen: Das Lieblingstier von Frau Schmeja ist der Esel. Vielleicht hat ja das Grautierchen Glück gebracht.


Silvia Kastler

 

"Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit."
Erich Kästner


Und glücklich sind die Kinder in Uganda, wenn sie zur Schule gehen dürfen. Es ermöglicht ihnen einen Zugang zu Bildung und einen Schulabschluss. Mit der Unterstützung durch Spenden können auch Kinder aus Familien mit geringem Einkommen eine Schule besuchen. Um möglichst vielen Kindern diese Chance zu geben, ist die Dauer der Unterstützung von Beginn der Förderung bis zum Abschluss mit Abitur (S 6) begrenzt. Da nicht alle Kinder auf eine weiterführende Schule gehen oder Abitur machen, finanzieren wir in einigen Fällen nach Absprache mit den Sponsoren noch eine Berufsausbildung. Dafür muss allerdings vor Beginn der Ausbildung ein Folgeantrag gestellt werden. Leider war es in der Vergangenheit so, dass ohne unser Wissen eine Ausbildung begonnen wurde. Erst durch die Ausbildungszeugnisse haben wir gesehen, dass einige der Kinder nicht mehr zur Schule gehen. Mittlerweile wurden die Folgeanträge nachgereicht und auch bewilligt. Derzeit befinden sich 13 Mädchen und Jungen in einer Ausbildung.


Conny Jeckstiess

 

Wir treffen "unsere" Kinder


Es ist Dienstag, der 14. August 2018, und wir, das Team von Mwana Wange, warten vor einem größeren Gebäude in der Nähe der Schule von Masaka-Kitovu, in der wir bei vergangenen Uganda-Besuchen mehrfach unsere geförderten Kinder getroffen haben. Wir werden von Kindern und deren Begleitern begrüßt, die dann schnell in dieses Gebäude hinein huschen. Bald erklingt Gesang, der von Trommeln begleitet wird. Sr. Clare und Michael Kabonge bitten uns in einen großen Raum. Singend und tanzend eröffnen "unsere" Kinder die Begegnung und verbinden gleichzeitig damit den Dank an uns, dass sie die Möglichkeit haben, die Schule zu besuchen. Mit Ansprachen, auch von geförderten Kindern und einigen Jugendlichen, die bereits ihre Schulzeit beendet haben, Tanz und Gesang verbringen wir die nächsten Stunden. Ein gemeinsames Essen sorgt für das leibliche Wohl aller Teilnehmer. Mit großer Freude nehmen die Kinder jeweils ihre Wolldecke, finanziert durch die Weihnachtsspendenaktion 2017 unseres Vereines, in Empfang. Zum Abschluss singen wir einen irischen Segen.


Einige der von uns unterstützten Kinder konnten nicht an diesem Treffen teilnehmen, da sie zeitgleich Prüfungen zu absolvieren hatten. Deshalb fahren wir direkt im Anschluss an das erste Meeting am späten Nachmittag zu deren Schule. Der Direktor empfängt uns persönlich. Auch hier ist die Freude über unseren Besuch und die mitgebrachten Schlafdecken groß. Bei Spielen, Gesang und guter Unterhaltung vergeht die Zeit viel zu schnell.


Die dritte Gruppe der Kinder können wir in Kampala besuchen. Auch diese Kinder drücken in Gesang und Tanz ihre große Freude aus, mit unserer Hilfe lernen zu dürfen. Wir veranstalten Spiele, die allen viel Spaß bereiten. So kommen wir in fröhlicher Atmosphäre auch einzeln mit den Kindern, die sehr wissbegierig sind, ins Gespräch. Ein gemeinsames Essen gehört auch hier zum Programm. Dabei erwartet uns - und auch Sr. Clare und Michael Kabonge - eine Überraschung: Zwei der jungen Frauen, die bereits eine Ausbildung begonnen haben, stellen zwei aufwendig verzierte, selbstgebackene Kuchen auf den Tisch. Die Schlafdecken, die nun jedes Kind erhält, sind für sie offensichtlich ein Schatz. Mit abschließenden Worten und dem gesungenen irischen Segen verabschieden wir uns voneinander.


Bei diesen drei Besuchen konnten wir über 60 der von uns geförderten Kinder treffen. Es waren für uns und ganz sicher auch für die Kinder und deren Begleiter sehr bewegende Begegnungen, an die wir oft und gern denken werden.


Gisela Peters

 

Kyakajaaka - Und auf der Höhe ein neues Haus


Mit grünen Blätterwedeln und einem Halleluja wurden wir von den Kindern, die im Regen auf uns gewartet hatten, begrüßt. Sie liefen vor unseren Autos her und lachten und sangen, jubelten und tanzten. Gänsehautmoment!


Vor dem neuen Schulgebäude wurden wir von den Honoratioren der Schule und des Dorfes in Empfang genommen. Ein schöner heller Bau, der mit unser aller Hilfe, der Unterstützung des Lions Clubs Halle an der Saale, der St. Franziskus Grundschule Halle und des besonders großzügigen Ehepaares Peschel, entstehen konnte. Wie uns bestätigt wird, ist es weit und breit das schönste Schulgebäude. Father Robert, der für uns das Baugeld verwaltet hat, machte an dem Tag den Jubel vollständig, als er Lehrbücher an die Lehrer verteilte, die von einem kleinen Rest des Geldes angeschafft werden konnten.


Trotz des neuen Gebäudes ist die Situation in der Schule immer noch erbärmlich. Selbstverständlich müssen auch die alten Räume (wir berichteten bereits darüber) weiter genutzt werden. Und da lauern in den gestampften Lehmböden vor allem Sandflöhe auf die meist nackten Füße der Kinder. Keine Fenster, keine Türen. Auch der Kindergarten (nursery) ist in einem für uns unvorstellbaren Zustand. Dunkel, ohne Fenster, keine Materialien, Lehmboden. Wir werden noch öfter von Kyakajaaka berichten - müssen.


Silvia Kastler

 

Besuch in der Bishop Ddungu Schule


Ein fester Bestandteil unserer Ugandareisen ist der Besuch der Bishop Ddungu Boarding Primary School in Kyamaganda. Hier hatte Sr. Clare als Lehrerin gewirkt. Hier hatte Marko Stein - wie wir jetzt feststellen konnten - tiefe Spuren hinterlassen (s.a. Informationsblatt 1/2018). Zudem hatte uns im Frühjahr die traurige Nachricht erreicht, dass ein Teil des Internates den Flammen zum Opfer gefallen war. Glücklicherweise ist bei dem Brand niemand zu Schaden gekommen, aber die wenigen Hab-seligkeiten von rund 100 Mädchen wurden ein Raub der Flammen.


Als eine erste Hilfsmassnahme hatten wir 1000 Euro überwiesen. Mit dem Geld wurde Zement gekauft. Dadurch konnte mit dem Wiederaufbau rasch begonnen werden.


Schon am Schultor wurden wir von Kindern und Lehrern herzlich begrüßt. Nach dem üblichen Eintrag in das Besucherbuch folgte ein Marathon durch sämtliche Klassenräume. Neben Mathematik und Englisch stand auch Erste Hilfe und - für mich als Chemiker besonders interessant - die Aufbereitung von Wasser durch Filtration, Dekantieren und Destillation samt Diskussion der Vor- und Nachteile der Verfahren auf dem Lehrplan. Klar, dass der ehrgeizige Zeitplan des Headmasters Mr. Emmanuel Muganga völlig aus den Fugen geriet.


Nach dem Essen gab es die bei solchen Anlässen unvermeidlichen Reden und das "Entertainment", ein Feuerwerk aus Tanz, Gesang und kurzen Theaterstücken.


Als Dank für diesen wundervollen Tag und mit Ihrer finanziellen Unterstützung unserer letzten Weihnachtsspendenaktion konnten wir den vom Brand betroffenen Mädchen 100 warme, flauschige Wolldecken übergeben.


Dagobert Glanz

 

Erratum


Im Artikel "Finanzen" im Infoblatt 1/2018, Seite 3, Zeile 30 fehlte ein Halbsatz. Der vollständige Satz muss lauten: "Der GMF stellten wir 1.000,- € für die Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung, weitere 150,- € als Aufwandsentschädigung." Wir bitten um Entschuldigung.p>


Der Vorstand

 

 

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