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Informationsblatt

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WIR VON MWANA WANGE

Informationsblatt 1/2020

Editorial

Liebe Freunde von Mwana Wange

unter dem Eindruck der augenblicklichen Situation mit dem Corona-Virus senden wir Ihnen das erste Informationsblatt 2020. Es ist angereichert mit einigen Informationen, über die wir sie eigentlich auf unserer für den 23.04. geplanten Mitgliederversammlung in Kenntnis setzen wollten. Aufgrund der augenblicklichen Lage mussten wir diese jetzt absagen und auf den Herbst verschieben. Ein genaues Datum steht noch nicht fest.

Wir hoffen und wünschen zunächst, dass Sie alle gesund sind und es auch bleiben!

Für das erste Halbjahr hatten wir im Rahmen der öffentlichkeitsarbeit einiges geplant, wovon nur die Ausstellung über unsere Arbeit in den Schulen Ugandas im St. Elisabeth- und Barbara- Krankenhaus noch am 05.03. eröffnet werden konnte. Diese steht jetzt jedoch relativ verwaist im Foyer, da fast niemand Zugang zum Krankenhaus hat. Unser geplantes Fastenessen in der Gemeinde - gedacht zum 24.03. - und ein Benefiz-Konzert, das im Mai stattfinden sollte, mussten leider abgesagt werden. Wir rechnen damit, dass das Konzert im Oktober nachgeholt werden kann. Weiterhin hoffen wir auch, dass die laufenden Bautätigkeiten in Uganda (Näheres dazu Seiten 4 und 5) voranschreiten können und nicht durch die Verbreitung des Virus, das bereits auch in Uganda angekommen ist, behindert werden. Es wäre sicherlich schlimm, wenn auch dort viele Menschen erkranken würden, denn das Gesundheitssystem ist dafür nicht ausgestattet, und die Menschen leben auf engem Raum in Vielzahl zusammen.

Unser neues Vorstandsmitglied, Frau Lützkendorf, die die Verantwortung für die Finanzen übernommen hat, ist bereits gut eingearbeitet. Ihr sei herzlich gedankt für ihre Bereitschaft. An dieser Stelle möchte ich ihrer Vorgängerin, Frau Peters, für ihre so verantwortlich ausgeübte Tätigkeit nochmals herzlich danken. Bis auf ihren Wechsel ist der alte Vorstand bei der Wahl am 24.10.19 auch der neue geblieben. Ihnen allen Dank für Ihr Engagement verbunden mit dem Wunsch, dass Sie gesund und hoffnungsvoll durch diese angespannte Zeit gelangen.

Dazu wünschen wir eine gesegnete und frohe Osterzeit!

Brigitte Schmeja
Vorsitzende

 

Unsere Kinder

Es ist nichts mehr so wie es war. Leider ist auch in Uganda das Corona-Virus angekommen. Noch bevor die ersten Fälle bekannt wurden, hat der Präsident Ugandas am 19.03.2020 das öffentliche Leben eingeschränkt. Die Grenzen wurden geschlossen. Alle Bildungseinrichtungen schließen vorerst für einen Monat. Alle Kinder müssen zu Hause bleiben. öffentliche Versammlungen, Veranstaltungen und landwirtschaftliche Wochenmärkte sind untersagt. Anfang April wurden die Maßnahmen nochmals verschärft. Es wurde eine Ausgangssperre ab 19 Uhr verhängt. Für zwei Wochen müssen alle Geschäfte außer Apotheken und Lebensmittelläden schließen.

Für die ugandische Bevölkerung sind das existenzgefährdende Einschnitte. Viele sind auf das tägliche Einkommen angewiesen und haben kaum finanzielle Rücklagen. Es gibt keine soziale Absicherung durch den Staat. Mittlerweile sind  55 Covid-19-Fälle in Uganda (Stand 15.04.2020 / Johns-Hopkins-Universität) gemeldet. Erfahrungsgemäß ist das erst der Anfang. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation werden die Zahlen noch rapide steigen. Grund hierfür sind u.a. schlechte hygienische Bedingungen und ein unzureichendes Gesundheitssystem.

Allerdings gelang es aber auch in der Vergangenheit Virusausbrüche zu isolieren. Die afrikanischen Länder können somit auf ihre bisherigen Erfahrungen mit Epidemien zurückgreifen. Trotzdem sehen wir mit Sorge auf die Zukunft "unserer" Kinder. Aktuell sind 172 Kinder in der Förderung. 2019 haben 17 Kinder die Schule oder ihre Ausbildung beendet. Einige Sponsoren haben wieder ein neues Kind übernommen. Darüber freuen wir uns sehr. An dieser Stelle vielen Dank an alle Spender, die unsere Arbeit unterstützen und Kindern ermöglichen, zur Schule gehen zu können. In diesen Tagen werden die Schulgelder wie gewohnt überwiesen. Hoffentlich können wir bald wieder zur Normalität zurückkehren. Bleiben Sie gesund

Conny Jeckstiess

 

Alle Jahre wieder

…kommt die Adventszeit und mit ihr die Zeit für Basteleien und Basare.

Aber schon vorher wird gebastelt, gestrickt, gehäkelt, wird Marmelade gekocht, werden Sterne gefaltet, werden Perlen aufgefädelt. Viele fleißige Hände sind an dem schönen und vielseitigen Angebot unserer Basare beteiligt.

Der umfangreichste (und auch ergiebigste) Basar fand zum ersten Adventswochenende auf dem Gelände der Halleschen Behindertenwerkstätten in Heide-Nord statt. Von Freitag bis Sonntagabend gibt es dort seit vielen Jahren einen Adventsmarkt, auf dem auch wir als Gäste unsere "Waren" feilbieten können. Auch ein kleiner Tisch mit gebrauchten Dingen gehört immer dazu. Warum wegwerfen, wenn es noch ein anderer gebrauchen kann? So wechseln Bücher, CD’s oder Haushaltsgegenstände für einen symbolischen Betrag den Besitzer, so auch im letzten Advent. Des Weiteren war unser Verein ebenfalls am Freitag vor dem ersten Advent im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara mit einem Stand bei deren Adventsmarkt vertreten. In der benachbarten Pfarrei St. Mauritius und St. Elisabeth fand dann am zweiten Advent ein kleiner Basar statt.

Neben den Erlösen, die selbstverständlich "unseren" Kindern in Uganda zugutekommen, sind auch Gespräche am Rande oft von unschätzbarem Wert. So werden neue Menschen mit unserer Idee vertraut gemacht und dieser oder jener neue Unterstützer gefunden.

Allen Beteiligten, die bei Vorbereitung und Durchführung geholfen haben, allen die mit guten Ideen dabei waren, herzlichen Dank. Allen fleißigen "Lieferanten" gebührt ein herzliches DANKE.
Und wenn Sie in diesem Jahr Lust haben, uns in irgendeiner Weise bei unseren Basaren zu unterstützen, wären wir sehr erfreut. Helfer sind jederzeit gern gesehen!

Silvia Kastler

 

Finanzen im Jahr 2019

Im Jahr 2019 konnten durch Spenden, Basare und Vorträge Einnahmen in Höhe von insgesamt 58.815,44 Euro erzielt werden. Hiervon wurden 42.354,00 Euro für die Schul- und Studienförderung verwendet. Das entspricht rund 72 Prozent der Gesamteinnahmen.

Die Arbeit der Generous Maria Foundation (GMF), unserem Partner in Uganda, wurde, wie im Vorjahr, mit 1.000,00 Euro unterstützt.

Auf Grund des Weihnachtsmailings 2018 und weiterer großzügiger Spenden konnten 11.564,30 Euro für die Sanierung der Fußböden im alten Schulgebäude von Kyakajaaka und für den Bau eines Wassertanks nach Uganda überwiesen werden.

Für öffentlichkeitsarbeit, Internetservice und Postgebühren hatten wir insgesamt im Jahr 2019 Ausgaben in Höhe von 1.115,09 Euro.

Durch Ihre große Spendenbereitschaft zum Weihnachtsmailing 2019 für Federmappen stehen hierfür 8.177,00 Euro zur Verfügung. Diese erfreuliche Summe ermöglicht uns, Federmappen für all "unsere" Kinder zu kaufen. Sofern noch Geld übrig bleibt, werden wir es ganz im Sinne unserer Spender für dringend benötigte Schulmaterialien verwenden. Die Federmappen wurden bereits gekauft und Stifte, Zirkel, Lineale, und alles, was noch in eine gut gefüllte Federmappe gehört, wurde bestellt. Die gefüllten Federmappen sollten im August 2020 in Uganda an die Kinder übergeben werden. Durch die derzeitige Situation auf Grund des Corona-Virus ist leider noch nicht absehbar, ob unser Vorhaben so gelingen wird.
Wir danken Ihnen ganz herzlich für die großzügigen Spenden im vergangenen Jahr und würden uns freuen, wenn Sie unsere Arbeit weiterhin unterstützen.

Jana Lützkendorf

 

Neues aus Ntuusi

"Das einzig Konstante ist der Wandel." Dieses, Heraklit von Ephesos zugesprochene Zitat scheint sich auch für unser Schulprojekt zu bewahrheiten. Noch im Februar letzten Jahres hatten wir angenommen, dass nach dem erfolgreichen Bau der Toilettenanlage in der St. Immaculate Primary School Ntuusi (siehe Newsletter Nr. 2/2019) nun die Erneuerung der Waschräume dran wäre.

Im November konnten wir 1.404,37 Euro, das ist der Beitrag des Elisabeth-Gymnasiums aus Kollekten von den Schulgottesdiensten und den Erlösen von Kuchenbasar und Eine-Welt-Stand, überweisen. Dazu kamen noch 625 Euro als Erlös aus einem Solidaritätskonzert, das von Marko Stein, einem Mitglied des Vereins Mwana Wange e.V., und dem Schwarzenberger Verein "Atomkinder e.V." organisiert worden war. Father Paul bekam dafür 7,9 Millionen Ugandische Schilling.

Sicher hat die große Summe Father Paul und die Lehrerschaft der St. Immaculate Primary School bewogen, eine andere dringende Baumaßnahme vorzuziehen. Er schrieb am 26. November: "Wir saßen mit der Leitung der Schule zusammen und haben entschieden, eines der Schulgebäude zu reparieren. Das Geld reicht zwar nicht für die Innenarbeiten, aber Veranda, Stufen, Türen und Fenster können erneuert werden. Außerdem können wir das schadhafte Dach ausbessern und das Gebäude bekommt einen neuen Außenanstrich."

Schließlich konnte doch noch eine alte Regenwasserzisterne repariert werden.

Das Geld ist gut angelegt. Vor wenigen Wochen erreichten uns aktuelle Fotos von den Bauarbeiten.

Im Namen der Schülerinnen und Schüler, der Lehrerinnen und Lehrer und im Namen Father Pauls sagen wir herzlichen Dank.

Dagobert Glanz

 

Sandflöhe ohne Chance

Sandflöhe ohne Chance

In der Vorweihnachtszeit 2018 baten wir um Unterstützung für die bauliche Instandsetzung der alten Schulgebäude in Kyakajaaka, einem kleinen Dorf in der Nähe der Distrikthauptstadt Hoima. Besonders wichtig war uns die Sanierung der Fußböden, die aus gestampftem Lehm bestanden, einem nahezu idealen Lebensraum für Sandflöhe. Die oft nackten Füße der Kinder sind während des Unterrichts den Attacken dieser Parasiten schutzlos ausgeliefert. Schlecht heilende, eiternde Wunden sind die Konsequenz.
Mit der Unterstützung vieler Sponsoren konnten wir einen neuen Klassenraum in Kyakajaaka bauen lassen. Dennoch werden die alten Klassenzimmer auch weiterhin benötigt.

Im Ergebnis unserer Weih-nachtsspendenaktion 2018 konnte nun nicht nur ein solider Betonfußboden einge-zogen werden. Das Geld reichte auch noch für eine Regenwasserzisterne und für die Sanierung der alten Schulgebäude. Dazu gehört der Außenputz und sogar Fenster und Türen konnten eingebaut werden.

Ein nicht unerheblicher Teil der benötigten Mittel wurde von Schülerinnen und Schülern und deren Eltern, sowie von den Lehrerinnen und Lehrern der St. Franziskus-Grundschule beigetragen. über einen Teil des Erlöses des jährlichen Benefizkonzertes haben wir uns sehr gefreut.

Dank großzügiger Spender wurden wir in die Lage versetzt, noch ein zweites Klassenzimmer neu errichten zu lassen. Dafür sind wir sehr dankbar. Aber über dieses Projekt wird im nächsten Infoblatt zu berichten sein.

 

Im August nach Uganda?

Das Corona-Virus scheint die Welt fest im Griff zu haben, ständig kommen neue Meldungen und täglich steigt die Zahl der Infizierten. Zum Glück sind die Auswirkungen der Pandemie in den Ländern Afrikas (noch) nicht so verheerend wie in China, Europa und in den USA. Ein Blick auf die Karte könnte den Eindruck erwecken, dass das Virus um Afrika einen Bogen machen würde.

Vielleicht tragen zu diesem Bild auch die von den Verantwortlichen erlassenen strengen Maßnahmen bei. In Uganda zum Beispiel hatte die Regierung bereits sehr bald nach dem Auftreten der ersten Corona-Fälle strikte Regeln zur Vermeidung von Kontakten und damit der Ausbreitung des Virus durchgesetzt. Aus den im Internet zugänglichen ugandischen Medien (Tageszeitungen wie "Monitor" oder "New Vision" oder der Internetseite des Gesundheitsministeriums, https://www.health.go.ug/covid/) konnte man entnehmen, dass dort ähnlich strenge Regelungen gelten, wie in den viel stärker betroffenen Ländern Europas: jegliche öffentliche Versammlungen (darunter auch Gottesdienste) sind untersagt, der öffentliche Personenverkehr ist fast vollständig zum Erliegen gekommen. Seit 31. März 2020 gilt außerdem eine nächtliche Ausgangssperre.

Wir hoffen sehr, dass diese Maßnahmen die beabsichtigte Wirkung zeigen. Denn ein wirkliches Abstandhalten oder das mehrfache Händewaschen unter fließendem Wasser wäre in einem Land, in dem die Menschen oft sehr nahe beieinander wohnen und wo es zumindest auf dem Lande oft keine Wasserleitungen gibt, schwerlich durchzuhalten.

Im August wollten wir zu unserem aller zwei Jahre stattfindenden Besuch nach Uganda aufbrechen. Die Flugtickets sind schon seit langem gebucht, Unterkünfte sind reserviert, Termine abgesprochen, Treffen vereinbart.

Zurzeit ist eine Einreise nach Uganda nicht möglich. Der reguläre Passagierflugverkehr am inter-nationalen Flughafen in Entebbe wurde eingestellt. Auch die Ein- und Ausreise an den Landesgrenzen ist nicht mehr gestattet. Niemand weiß, wie sich die Lage bis August entwickeln wird.

Wir müssen abwarten. Auch wenn wir in diesem Jahr nicht nach Uganda könnten, so bliebe die Hoffnung, dass die Corona-Krise im nächsten Jahr überwunden ist und die für unsere Arbeit so wichtigen persönlichen Kontakte zu unseren Partnern und zu den von uns unterstützten Kindern wieder möglich sein werden

Dagobert Glanz

Nachruf

Die Nachricht vom Tod unseres Mitglieds, Frau Monika Prox, hat uns traurig gemacht. Frau Prox war Gründungsmitglied unseres Vereins und hat unsere Arbeit viele Jahre still und zuverlässig und mit besten Kräften unterstützt.

Wir werden das Andenken an Frau Prox in unserer Arbeit bewahren.

 

 

Download Informationsblatt 1/2020

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Download Flyer

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Flyer Mwana wange, 2017
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Archiv Informationsblatt

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