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Informationsblatt

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WIR VON MWANA WANGE

Informationsblatt 1/2022


Editorial


Liebe Freunde von Mwana Wange,

seit dem 24. Februar ist die Welt eine andere. Wir haben Krieg mitten in Europa. Angesichts des Leids der Menschen in der Ukraine durch den Überfall durch russische Truppen treten andere Dinge in den Hintergrund und Krieg und Zerstörung in anderen Teilen unserer Welt werden buchstäblich begreifbar.

Dennoch möchten wir Euch und Ihnen mit unserem Infoblatt wie gewohnt von unserer Arbeit in Uganda berichten, die trotz der Corona-Pandemie weiterging. Für viele Menschen in Uganda gab es wegen des Lockdowns kaum Verdienstmöglichkeiten. Die Not ist daher groß. Mit Eurer und Ihrer Hilfe konn-ten wir die Not wenigstens punktuell lindern.

Die Schulen waren über einen unvorstellbar langen Zeitraum von 83 Wochen geschlossen und durften ihre Arbeit erst wieder am 10. Januar unter strengen Auflagen aufnehmen. Die Erfüllung all dieser Auflagen ist mit immensen Kosten verbunden, die die Schulen vor große Probleme stellen. Wir konnten einigen Schulen bei der Anschaffung von Schulbänken, Handwaschbecken, Desinfektionsmitteln und Temperaturmesspistolen helfen. Auch davon soll in diesem Infoblatt berichtet werden.

Schließlich gab es noch einige Veränderungen im Vorstand unseres Vereins. Lesen Sie dazu bitte auf Seite 2 "Neues aus dem Vorstand".

Ihr Dagobert Glanz
Vorsitzender

 

Geldzuweisung durch "pax christi" - Coronahilfe in Schulen

Als Mitglied von Pax Christi arbeite ich in der Kommission 'Solidarität mit Zentralafrika' mit. Diese Kommission erhielt vom Pax-Christi-Diözesanverband Köln Geld aus einem bis dahin bestehenden Fonds. Die Summe von 3.150 € wurde unserem Verein für notwendige Corona-Hilfen in den von uns unterstützten Schulen in Uganda zur Verfügung gestellt.
Father Robert Mugisa, Generalvikar der Diözese Hoima, hatte uns bereits im vergangenen Jahr um zusätzliche Schulbänke für die St. Mary's Nursery and Primary School in Kyakajaaka gebeten. Wir kennen die Schule seit vielen Jahren und konnten dort die Sanierung der bestehenden Schulgebäude und sogar den Bau von zwei Klassenzimmern unterstützen. Aber wir wissen auch, dass die Kinder dennoch dicht gedrängt auf ihren Bänken sitzen. Vom Einhalten der notwendigen Abstände kann keine Rede sein. Mit 20 zusätzlichen Bänken konnte Abhilfe geschaffen werden (siehe Infoblatt 2/2021).

Bedürftige Schulen gibt es aber auch in den anderen kleinen Dörfern rings um Hoima. So konnten wir im letzten Infoblatt auch über die Bishop Byabazaire Memorial Nursery and Primary School berichten. Auch wenn diese Schule einen großen Namen trägt, so Father Robert, gehört sie weder der Pfarrgemeinde noch der Diözese. Es handelt sich vielmehr um ein Projekt der Dorfgemeinschaft. Einige Eltern, die dort zur Kirche gehen, haben sich zusammengetan und die Schule gegründet. Anfangs wollten sie nur einen Kindergarten bauen, aber nach und nach kamen einige Klassenzimmer hinzu, die allerdings ziemlich ärmlich waren.

Als die Schule 2005 eröffnet wurde, wählten die Eltern den Namen des damals amtierenden Bischofs, weil sie hofften, dass er ihnen vielleicht helfen könnte, die Schule irgendwie zu unterstützen. Aber leider erkrankte der Bischof und starb 2014 nach langer Krankheit. Aber trotzdem seien sie eine glückliche Gemeinschaft, endet Father Robert seinen Bericht.

Mit dem Geld von Pax Christi konnten weitere 20 Schulbänke für die Bishop Byabazaire Memorial Nursery and Primary School beschafft werden. Und wie man sieht, klappt das beim Probesitzen auch schon mit den Abständen.

Das restliche Geld wird Father Robert einsetzen, um weitere bedürftige Schulen für den Unterricht unter Corona-Bedingungen fit zu machen.

Brigitte Schmeja

 

Neues aus dem Vorstand

Alle zwei Jahre wählen die Mitglieder unseres Vereins einen neuen Vorstand. Dem geht die Rechenschaftslegung über die Arbeit des amtierenden Vorstandes voraus. Alle bisherigen Vorstandsmitglieder, das sind Siegfried (Siggi) Kalski, Silvia Kastler, Jana Lützkendorf, Brigitte Schmeja und Dagobert Glanz, wurden wieder in den Vorstand gewählt. Neu hinzugekommen ist Christine Reese. Unterstützt wird der Vorstand bei seiner Arbeit durch Conny Jeckstiess.

In der ersten Sitzung des neuen Vorstandes erklärte unsere langjährige Vorsitzende, Brigitte Schmeja, nicht wieder für die Aufgaben der Vorsitzenden kandidieren zu wollen und schlug Dagobert Glanz als ihren Nachfolger vor.

Der Vorstand folgte diesem Vorschlag einstimmig. Inzwischen sind auch die notwendigen Formalitäten erfolgt und die Änderungen im Vorstand beim Amtsgericht Stendal hinterlegt.

Mit dem Wechsel im Vorsitz gab es auch einen Wechsel der Vereinsadresse.
Die neue Anschrift des Vereins ist Kirchblick 40, 06116 Halle.

Wir danken Brigitte für ihren Einsatz als Vorsitzende unseres Vereins von Beginn an über 18 lange Jahre. Da war es nur folgerichtig, dass der Vorstand in seiner ersten Sitzung beschloss, Brigitte den Titel "Ehrenvorsitzende" zu verleihen.

Der Vorstand

 

Finanzen 2021

Es konnten im Jahr 2021 durch die zahlreichen Spenden der Mitglieder, Freunde und Förderer unseres Vereins Einnahmen in Höhe von 63.000,69 € generiert werden.

Hierin enthalten sind 650,00 € für Corona-Hilfe (2021), 405,00 € (zusätzlich zu den bereits erhaltenen 6.792,00 €) aus unserer Weihnachtsspendenaktion 2020 für Regenjacken, 1.089,50 € aus Kalender-/ Tassenverkäufen und Basaren sowie 10.045,00 € aus der Weihnachtsspendenaktion 2021 für Corona-Hilfe.

Durch die eingegangenen Spenden konnten die Toilette im Kindergarten Kyamaganda fertiggestellt sowie Hilfe zu den notwendigen Hygienemaßnahmen auf Grund der Corona-Krise (z.B. Kauf von Schulbänken zur Einhaltung der notwendigen Abstände, Desinfektionsmittel usw.) geleistet werden.

Den Einnahmen stehen Ausgaben in Höhe von 64.176,94 € gegenüber.

Diese Ausgaben setzen sich zusammen aus 45.608,00 € Schulgeldern, 800,00 € für den Toilettenbau, 7.177,00 € für die Regenjacken aus der Weihnachtspendenaktion 2020 und 4.240,00 € für Corona-Hilfen für Uganda.

Für die Füllung der Federmappen aus der Weihnachtsspendenaktion 2019 wurden 676,16 € im Jahr 2021 ausgegeben. Eine Übergabe der Federmappen kann hoffentlich in diesem Jahr erfolgen.

Die Öffentlichkeitsarbeit (Infopost, Porto, Webhosting) kostete 1.225,53 € und die Aufwendungen für Sparkassengebühren betrugen 174,70 €. Die Arbeit der GMF wurde, wie im Vorjahr, mit 1.000,00 € unterstützt.

Mitglieder und Freunde des Vereins verzichteten auf die Erstattung von Aufwendungen in Höhe von 423,86 € und reduzierten damit die Ausgaben des Vereins.

Auf Grund der anhaltenden Corona-Situation baten wir die Paten "unserer Kinder" um die Zustimmung zur Umwidmung der Schulgelder. Für die zahlreichen positiven Rückantworten möchten wir uns bedanken. Wir konnten hierdurch noch einmal Hilfe in Uganda leisten.

Allen Mitgliedern, Freunden und Förderern des Vereins danken wir herzlich für die zahlreichen Spenden und hoffen auf weitere Unterstützung ihrerseits.

Jana Lützkendorf

 

St. Immaculate Primary School Ntuusi - Eine Verwandlung

Als wir die Schule St. Immaculate 2018 zum ersten Mal besuchten, war sie eine bessere Ruine, die sich durch kaputte Böden, Löcher in den Dächern und kaum vorhandene Schulbänke auszeichnete. Trotzdem war die Schule erfüllt von fröhlichem Lachen und fleißigen Schülern. Father Paul berichtete, dass er anfangs durch die umliegenden Dörfer gefahren sei, um die Eltern zu überzeugen, dass Bildung für die Kinder doch wichtiger für ihre Zukunft sei, als Feldarbeit oder junge Mädchen zu verheiraten.

Dank der Partnerschaft zwischen der Schule und Father Paul, dem St. Elisabeth-Gymnasium in Halle und dem Verein Mwana Wange konnte sehr viel an der Schule verbessert werden, vor allem an den Gebäuden.

Wegen der Corona-Pandemie wurden auch in Uganda alle Schulen geschlossen.

Ab 15. Oktober 2020 durften wenigstens die Abschlussklassen wieder unterrichtet werden. Und zur großen Freude wurden die Absolventen von St. Immaculate die Besten der Region. Um 2021 den regulären Schulbetrieb wieder aufzunehmen, gab es jedoch vom Ministerium strenge Auflagen. So musste ein Zaun um das gesamte Schulgelände gezogen werden, damit kein Unbefugter Zugang bekäme.

Zusätzliche Hygienemaßnahmen, wie vermehrte Möglichkeiten zum Händewaschen und Temperaturmessen bei den Schülern, wurden vorgeschrieben. Das meiste konnte mit Hilfe aus Halle realisiert werden.

Der tatsächliche Wiederbeginn des Unterrichtes war aber erst im Januar 2022. Das Schuljahr begann mit einer großen Überraschung, was sich als neue Herausforderung darstellte. Während andere Schulen in Uganda davon berichteten, dass sich zum Schulbeginn weniger Schüler wieder zum Unterricht eingefunden hatten, meldeten sich in St. Immaculate doppelt so viele! Eine neuerliche Überprüfung durch das Ministerium hat die Schule als solche sehr positiv beurteilt.

Nur saßen nun wieder zu viele Schülerinnen und Schüler in einem Schulzimmer und auf einer Schulbank. Die Empfehlung zum Bau von temporären Schulzimmern wurde aufgegriffen und so ist man in St. Immaculate Primary School Ntuusi wieder am Bauen und Erweitern.

Ein Ort mit Ausstrahlung und Hoffnung für die gesamte Region.

Silvia Kastler

 

Covid-Hilfe, Umwidmung von Schulgeldern, Schule - Corona - Schulanfang

Durch den Lockdown fielen für viele Menschen jegliche Erwerbsmöglichkeiten weg. Manche Eltern - so berichten unsere Partner in Uganda - sammelten gar Bananenschalen, um sie für ihre Kinder zu kochen. Die Regierung hatte beschlossen, an besonders bedürftige Menschen je 100.000 Ugandische Schilling - das sind 25 € (!) - auszugeben, doch deren Auszahlung verzögerte sich.

In dieser Situation erreichte uns die verzweifelte Bitte unserer Partner in Uganda: "Here we ask you if you can find some good Samaritans so that we can help at least a few people?" (Könnt Ihr bitte einige barmherzige Samariter finden, sodass wir ein paar Leuten helfen könnten?)

Wir baten unsere Sponsoren um Erlaubnis, das Schulgeld für einen Term für Lebensmittel umzuwidmen. "Hunger ist immer gleich" ("Hunger is allways the same"). Deshalb haben wir unabhängig von der jeweiligen Höhe des Schulgeldes für jedes Kind die gleiche Summe von 53 € ausgezahlt.

Seit dem 10. Januar 2022 sind die Schulen wieder geöffnet. Fast zwei Jahre waren sie geschlossen und über zehn Millionen Schülerinnen und Schüler mussten zu Hause bleiben. Ein Grund für die lange Schulschließung war wahrscheinlich auch, dass die Bildungs- und Gesundheitssysteme nicht darauf vorbereitet waren, mit hohen Ansteckungsraten in den Schulen umzugehen.

Für einige Familien bedeuteten die Schulschließungen zusätzliche Kosten. Für Kinder, die sonst in Internaten untergebracht sind, wurden dort alle Ausgaben abgedeckt. Nur in den Schulferien, in denen die Kinder zu Hause sind, mussten die Eltern die Kosten selbst tragen. Hinzu kommt, dass Schulen als sichere Orte betrachtet werden. Viele Eltern hatten in der Zeit der Schulschließungen Angst, ihren Kindern könnte zu Hause etwas passieren. Eltern, die noch eine Erwerbstätigkeit hatten, mussten ihre Kinder oft sehr lange allein zu Hause lassen. In den beiden letzten Jahren haben die Teenager-Schwangerschaften und Fälle von Kindesmissbrauch zugenommen.

Einige Kinder mussten Gelegenheitsjobs annehmen, um ihre Familien zu unterstützen. Die langen Lockdowns haben dazu geführt, dass viele Menschen ihre Arbeitsplätze und Erwerbsmöglichkeiten verloren haben. So können die Familien keine Mittel für das Schulgeld aufbringen. Das alles sind Gründe dafür, dass viele Kinder nicht mehr zurück in die Schule gehen werden. "Unsere" Kinder haben Glück, dass Sponsoren das Schulgeld übernehmen. Eine enorme Erleichterung für die Familien. Daher an dieser Stelle, vielen Dank für Ihre Unterstützung und Hilfe, auch in dieser nicht ganz so leichten Zeit.

Conny Jeckstiess und Dagobert Glanz

 

 

 

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