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Informationsblatt

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WIR VON MWANA WANGE

Informationsblatt 2/2022


Editorial


Liebe Freunde von Mwana Wange,

seit geraumer Zeit beschäftigt uns alle der Krieg in der Ukraine und wohl noch mehr die aktuelle Energiekrise. Alles wird immer teurer, von den Lebensmitteln über Kraftstoff bis hin zu den laufenden Kosten für Strom und Gas.

Auch die Ansteckungen mit dem Corona-Virus nehmen wieder Fahrt auf.

Kein Tag ist wie der andere und ständig neue Hiobsbotschaften. Viele Menschen haben mittlerweile Zukunftsängste und fühlen sich allein gelassen.

Umso wichtiger erscheint in diesen Tagen die Arbeit aller Ehrenamtlichen, um Leid zu mildern und Ängste ein Stück weit zu nehmen.

Wir möchten Euch und Ihnen in diesem Infoblatt berichten, wie unser Besuch in Uganda verlaufen ist und welche neuen Projekte anstehen.

Auch über unsere Teilnahme an der Interkulturellen Woche, dem Bistumsumwelttag und der Landesgartenschau werden wir informieren.

Seien Sie bzw. seid Ihr also gespannt. Ich wünsche viel Freude beim Lesen, bedanke mich für Ihre Unterstützung und wünsche Ihnen allen Gesundheit und Zuversicht.

Ihre Jana Lützkendorf
Finanzvorstand

 

Landesgartenschau in Torgau

Am 01.06.2022 fuhren wir gemeinsam zur Landesgartenschau in die sächsische Kreisstadt Torgau. Dort hatten wir die Gelegenheit im Kirchenwäldchen einen ganzen Tag zu verleben und aktiv mitzugestalten. Integriert im historischen Stadtpark inmitten alter Bäume und mit Blick auf die Elbe ist das Kirchenwäldchen ein Ort zum Ausspannen und Innehalten. Unter dem Motto "Nimm Platz, atme auf" wurden Besucher dazu eingeladen für eine Weile auf den zahlreichen Sitzgelegenheiten eine Pause einzulegen und den inspirierenden Ort auf sich wirken zu lassen.

Nach unserer Ankunft und der Begrüßung durch die Projektleiterin Nicol Speer begann der Tag zunächst mit einem kleinen Gottesdienst für die Gäste der Landesgartenschau. Im Anschluss gab es Raum und Zeit für Gespräche.

Thematisch zur Landesgartenschau hatten wir ein kleines Kreativangebot vorbereitet. Aus alten Kalenderblättern konnten stabile Pflanztöpfchen gefertigt werden. Diese wurden mit Erde und einem Samenkörnchen nach Wahl gefüllt. Wir hoffen alle Samenkörner sind aufgegangen und erfreuen ihre Besitzer.

Am Nachmittag gab es eine von uns durchgeführte Andacht als geistlichen Impuls zum Innehalten und Auftanken.

Auch wir konnten aus diesem Tag viel mitnehmen. Ob aus Gesprächen oder auch durch Zeit um innere Ruhe zu finden unter den alten Bäumen im historischen Stadtpark von Torgau.

Conny Jeckstiess

 

Bistumsumwelttag in Cröbern / Leipzig

Unser Verein "Mwana Wange" konnte am 09.07.22 einen Infostand auf dem Bistumsumwelttag des Bistums Dresden-Meißen aufbauen. Eine Initiative des Katholikenrates im Bistum Dresden-Meißen und bestehende Kontakte zum Katholikenrat im Bistum Magdeburg hatten diese Möglichkeit eröffnet. Der Umwelttag fand auf der Zentraldeponie Cröbern / Leipzig vor der Kulisse beeindruckender Abraumbagger statt.

Unser Verein beschäftigt sich bekanntlich nicht ausschließlich mit Umweltproblematiken, dennoch konnten wir kleine selbstgebastelte Pflanztüten aus Papier mit Erde und Setzlingen füllen, die von den Besuchern gerne mitgenommen wurden.

Darüber kamen wir auch auf die Schulbildung der Kinder in Uganda und die Arbeit unseres Vereins zu sprechen. Die Gespräche über Schule und Umwelt in Uganda wurden intensiver, als Regenschauer die Aussteller der Nachbarstände unter unserem Zeltdach versammelten.

Obwohl der Besucherandrang nicht so groß war, ist es für uns wichtig gewesen, in der Öffentlichkeit präsent zu sein und für manche Besucher und auch für uns den Blick zu erweitern.

Siegfried Kalski

 

Interkulturelle Woche in Halle

"Offen geht" - unter diesem Titel fand die diesjährige Interkulturelle Woche statt. Nach nun mehr als 3 Jahren konnte diese wieder mit einem Fest eröffnet werden. Am 25.09. wurde auf dem Domplatz in Halle der Auftakt bei strahlendem Sonnenschein gefeiert. Unser Verein beteiligte sich selbstverständlich mit einem kleinen Stand und wir konnten uns auch auf der Bühne mit einem kurzen Beitrag vorstellen. An unserem Afrika-Puzzle und dem Flaggen-Quiz wurde oft geknobelt, sodass es ein Spaß für Groß und Klein war.

Durch unsere Attraktionen hatten wir Gelegenheit, mit Menschen jeglichen Alters ins Gespräch zu kommen, ihnen die Situation der Schulkinder in Uganda und unsere daraus resultierende Arbeit vorzustellen.

Der ökumenische Gottesdienst am 28. September stand, angelehnt an das Motto der Interkulturellen Woche, unter dem Motto "offen geht - Gottes Geist kommt". Es wurde aufgezeigt, dass wir uns alle - unterschiedlicher Herkunft, Religion und Sprache - füreinander öffnen und Vorurteile abbauen sollen, um uns so besser kennen zu lernen und unser Leben gemeinsam gestalten zu können. Grundlage dazu war die Lesung aus der Apostelgeschichte 10,1-43, in der bewusst gemacht wird, dass Gott für alle Menschen da ist. Diese Aussage wurde durch Fürbitten in acht unterschiedlichen Sprachen unterstützt.

Mit einem Segensgebet aus der armenischen Liturgie endete der Gottesdienst. Besonderer Dank gilt der Band der KSG, die für die musikalische Begleitung der Gesänge sorgte.

Am Dienstag, den 27. September gestaltete Peter aus Nigeria mit drei anderen Afrikaner*innen aus Nigeria und Kenia einen Abend, auf dem sie über die aktuelle Situation in Nigeria berichteten. Sie zeigten in Bildern die Situation der Kinder, von denen viele Waisen sind, die zu einem Teil auf der Straße leben. Es gibt eine große Armut und viele Kinder können deswegen keine Schule besuchen. Es mangelt auch an Gesundheitsfürsorge. Eine Initiative versucht vor allem diesen Kindern eine Unterkunft zu geben. Es wurde ein Haus erworben, um wenigstens einem Teil der Kinder ein Zuhause geben zu können. Die Mitarbeiter der Initiative arbeiten ehrenamtlich. Sie versorgen die Kinder mit allem Wichtigen, wie Essen und Kleidung, und vermitteln ihnen auch Schulunterricht.

Peter und seine Freunde konnten sich am Ende ihres Vortrags über manche Spende zur Unterstützung dieses Hilfsprojektes im östlichen Teil von Nigeria freuen.

Ein zweiter Vortrag am 29. September hatte das Thema "Kirche in Uganda - vertraut und doch so anders" und widmete sich der Geschichte vor allem der katholischen Kirche in Uganda von der Ankunft der ersten Missionare vor etwa 150 Jahren bis hin in die Gegenwart. 40 Prozent der Menschen in Uganda gehören der katholischen Kirche an. Besonders bemerkenswert ist das gute Verhältnis zwischen den Konfessionen und Religionen im Land.

Allen Beteiligten sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt.

Christine Reese und Brigitte Schmeja

 

Uganda 2022

Nach einer langen coronabedingten Pause war es im August 2022 endlich wieder möglich, nach Uganda zu reisen, "unsere" Kinder zu treffen, mit unseren Partnern die kommende Arbeit zu besprechen und gemeinsame Projekte in Augenschein zu nehmen. Aber was würde uns erwarten? Welche Folgen hatte die Corona-Pandemie auf das Land, auf die Menschen dort? Diese Fragen mussten bedacht werden. Und die Ungewissheit, welche Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie uns erwarten würden, ließen manche, die 2020 noch mitkommen wollten, von einer Reise absehen.

So machten wir uns in einer kleinen Vierergruppe auf den Weg. Als derzeit beste Fluglinie wurde uns Qatar Airways empfohlen, was uns einen mehrstündigen Zwischenaufenthalt auf dem Flughafen Hamad International Doha einbrachte. Endlich in Entebbe angekommen, ging es zuerst zum Schwesternkonvent der Daugthers of Mary in Bwanda. Die nächsten Stationen waren vor allem Schulen, mit denen wir schon lange verbunden sind. Da ist z.B. die St. Immaculate Primary School in Ntuusi.

Mit finanzieller Unterstützung durch die Schulgemeinschaft des Elisabeth-Gymnasiums in Halle konnten dort ein solider Zaun um das Schulgelände gebaut und die Schulgebäude renoviert werden. Besonders interessant waren die "temporären" (Behelfs)klassenräume, deren Bau aufgrund der hohen Schülerzahlen notwendig geworden war.

In der Bishop Ddungu Boarding Primary School in Kyamaganda trafen wir Daphine, die Leiterin des Kindergartens an dieser Schule. Daphine hatte vor einiger Zeit den Bau einer Toilette für ihre Schützlinge organisiert.

Einen besonderen Empfang bereiteten uns die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer der St. Mary's Kyakajaaka Nursery and Primary School in Kyakajaaka.

Vor einiger Zeit bekamen wir von der St. Franziskus-Grundschule in Halle T-Shirts mit dem Logo der Schule, die wir nach Kyakajaaka schicken konnten. Wie groß war unsere Freude, dass nun alle, Schüler und Lehrer, diese T-Shirts trugen. Offensichtlich hatte die Schulgemeinschaft diese T-Shirts nacharbeiten lassen. Fast würde es nicht verwundern, wenn diese Schule bald St. Mary's and St. Francis School hieße.

Es hat uns sehr gefreut, endlich nach so langer Zeit, wieder "unsere" Kinder treffen zu können. Von den derzeit vom Mwana Wange e.V. unterstützten 150 Kindern waren 95 Kinder gekommen.

Dagobert Glanz

 

Was Bambus und Plasteflaschen gemeinsam haben

Wie wir alle wissen, kann man mittlerweile aus Bambus viele Sachen herstellen, die bisher aus Plastik waren: von der Salatschüssel bis zum Zahnstocher. Sozusagen Bambus als neue Plastik.

In Hoima lernten wir Dr. Koojo Charles Amooti "Dr. Bamboo" kennen. Er lud uns auf seine Bambusfarm, die Kontiki Bamboo Works Ltd., ein. Wir lernten, dass auch sehr dünne Bambuszweige ein super Baumaterial für stabile und feste Wände sind. Zu einem Netz verwoben und in Verbindung mit Mörtel entstehen Häuser, die u.U. den tropischen Wetterbedingungen besser standhalten, als die mit den selbstgebrannten Lehmziegeln.

Dr. Bamboo produziert in seinem Betrieb verschiedenste Bambusgüter. Angefangen bei Sessel, Tisch und Couch über chinesische Essstäbchen (selbstverständlich auch Zahnstocher) bis hin zu sehr schönen Raffrollos.

Die zunehmende Nutzung von Bambus als natürlich nachwachsendem Rohstoff wäre auch für Uganda ein umweltschonender Faktor.

Vor einigen Jahren schon sah ich eine Dokumentation über den Bau von Häusern in Uganda aus Plastikflaschen. Ich hatte seitdem gehofft, dass ich mir das mal im Original ansehen könnte.

Das Aufkommen von leeren Getränkeflaschen in Uganda ist enorm. Es gibt kein Pfandsystem, das einen geordneten Rücklauf der Flaschen gewährleisten würde. Wohin also damit? Meist liegen sie irgendwo am Straßenrand, im Müll und werden mit diesem verbrannt.

Die Idee war nun, Baumaterial aus Plastik zu machen. Zum Einen die Flaschen: Sie werden straff mit Sand gefüllt und mit Mörtel zu Wänden verbunden; rund oder gerade; alle Formen sind möglich. Dächer aus recycelten Autoreifen, Wandputz aus geschreddertem Plastik, Fußböden aus Eierschalen.

In diesem innovativen Projektdorf Sina (Social Innovation Academy), wo fast nur junge Leute zu sehen waren, gab es viele solcher Ideen zu betrachten. Auch so kann ein Weg aussehen, die Umwelt zu schützen. Diese Ideen müssten nur den Weg aus dem Projekt-dorf herausfinden.

Silvia Kastler

 

Leider reicht der Platz in unserem Info-Blatt nicht aus, um all die Erlebnisse in Uganda wiederzuge-ben. Deshalb wird es am 1. Dezember um 19 Uhr im Maria-Modesta-Haus, Mauerstrasse 12, 06110 Halle, einen ausführlichen Reisebericht geben, zu dem wir jetzt schon einladen.

 

Nachruf

Vor wenigen Wochen erhielten wir die traurige Nachricht vom Tod unseres Mitglieds, Frau Ursula Heimer. Frau Heimer war Gründungsmitglied unseres Vereins und hat unsere Arbeit viele Jahre still und zuverlässig und mit besten Kräften unterstützt. Wir werden das Andenken an Frau Heimer in unserer Arbeit bewahren.

Der Vorstand

 

 

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