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Informationsblatt

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WIR VON MWANA WANGE

Informationsblatt 1/2021


Editorial


Liebe Freunde von Mwana Wange

in diesen nachösterlichen Tagen grüßen wir Sie herzlich mit dem ersten Informationsblatt 2021. Leider hat das Virus uns immer noch nicht aus seinen Fängen gelassen, sodass die Osterfeiertage für viele von Ihnen anders ausgesehen haben, als erhofft. Auch Uganda leidet noch unter Covid-19, trotzdem soll nach Ostern nach und nach der Schulunterricht für alle Kinder wieder aufgenommen werden. Wir hoffen sehr, dass diese Entscheidung auch umgesetzt werden kann. Im Advent des vergangenen Jahres konnten wir die Basare nicht wie üblich abhalten. Aber es war möglich, am 2. Adventssonntag in der Gemeinde und an einem Nachmittag auf dem Markt Weihnachtliches und anderes Selbstgefertigtes anzubieten, sodass wir wenigstens einige Einnahmen hatten.

Am 6. Mai planen wir die erste Mitgliederversammlung unter der Voraussetzung, dass die Infektionszahlen es zulassen. Trotz allem wünsche ich Ihnen Hoffnung und Zuversicht und eine gesegnete Nachosterzeit.


Brigitte Schmeja
Vorsitzende

 

Hilfe, die ankommt

Im August vergangenen Jahres hatten wir Mitglieder und Freunde des Vereins um Spenden für die Menschen in Uganda gebeten. Die damalige Situation war durch einen harten Lockdown bestimmt, durch den das öffentliche Leben (Märkte, Geschäfte, Personentransport u.v.m.) weitgehend zum Stillstand kam. Besonders betroffen waren die Kinder, denn die Schulen wurden geschlossen und – ganz schlimm – Berichte über häusliche Gewalt häuften sich.

Ihre überwältigende Hilfsbereitschaft hatte uns in die Lage versetzt, bei verschiedenen Projekten konkrete Hilfe zu leisten. Über einige dieser Projekte möchten wir hier berichten.

 

Corona-Hilfe 1

Justine und Flavia sind zwei junge Frauen, die wir 2006 bei einem Besuch in Uganda zum ersten Mal getroffen hatten. Die beiden, damals noch Schülerinnen, hatten uns von ihren Träumen und ihren Plänen für die Zukunft erzählt. Sie taten das mit so einer Leidenschaft und Begeisterung, dass sich ein Mitglied aus unserer Reisegruppe spontan dazu entschloss, Justine auf ihrem weiteren Weg zu unterstützen. Seitdem ist der Kontakt nie abgebrochen, und es gab keine Reise nach Uganda, bei der nicht ein Treffen mit Justine und Flavia ganz oben auf der Agenda stand.

Inzwischen sind die Jahre vergangen. Die beiden jungen Frauen haben eine Ausbildung absolviert. Beide haben einen Bachelor-Abschluss im Bereich der Sozialwissenschaften erworben. Und beide haben das Gespür für die Nöte der Armen und sozial Benachteiligten nie verloren. Sie haben Berufe gewählt, in denen sie sich engagieren. Es folgten Anstellungen bei verschiedenen Organisationen, und es gab auch Arbeitslosigkeit, und die Sorge um die nächste Mahlzeit war oft genug groß. Und neben all dem hatte Justine auch noch die Verantwortung für einige Kinder übernommen, die auf der Straße lebten und niemanden hatten, der sich sonst um sie kümmerte.

Wir konnten den beiden helfen, und wie immer baten wir um einen Bericht über den Verbleib des Geldes und waren überrascht, festzustellen, dass anstatt der vier Kinder nun acht Kinder auf der Empfängerliste standen.

Außerdem konnten Justine und Flavia noch arme Kinder aus ihrem Wohnumfeld mit Lebensmitteln unterstützen.

 

Corona-Hilfe 2

Nach einem langen Lockdown seit März 2020 wurden die Schulen im Oktober zunächst für die Abschlussklassen (Primary 7, Secondary 4 und 6) wieder geöffnet. Nun, nach einem Jahr sollen die anderen Klassen Schritt für Schritt den Unterricht wieder aufnehmen. Die Wiedereröffnung ist an strenge Auflagen, sogenannte Standard Operating Procedures (SOPs) gebunden. Wie unterschiedlich die Herausforderungen dabei für die Schulen sein können, sollten wir bald erfahren. So braucht die St. Mary‘s Nursery and Primary School in Kyakajaaka dringend Schulbänke, um die geforderten Abstände zwischen den Kindern einhalten zu können. Father Paul in Ntuusi bat um Unterstützung bei der Errichtung eines Zaunes rund um die Schule. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Unterrichts, da nur dadurch der unkontrollierte Zugang zur Schule verhindert und das Infektionsrisiko „von außen“ verringert werden kann.

Die St. Immaculte-Schule in Ntuusi und das Hallesche Elisabeth-Gymnasium verbindet seit einiger Zeit eine Schulpartnerschaft. In einem Elternbrief des Schulleiters hieß es noch Anfang Dezember: „Abschließend möchte ich von einer Bitte berichten, die uns aus Uganda, aus Ntuusi erreichte. Wir möchten Father Paul und seinem Team noch vor Weihnachten das Signal senden, dass er auf unsere Hilfe zählen kann. In der letzten Schulwoche planen wir eine Spendenaktion im Elisabeth-Gymnasium. Über deren konkreten Ablauf informieren wir rechtzeitig.“

Aber dann kam der zweite Lockdown. Die Schülerinnen und Schüler mussten ins Home Schooling und die Spendenaktion konnte nicht wie geplant stattfinden. Deshalb sind wir als Verein eingesprungen und haben das Geld ausgelegt. So konnte alles zum Zaunbau notwendige Material gekauft und der Transport des Materials trotz aller Einschränkungen durch das Corona-Virus gemeistert werden. Inzwischen ist der Zaun fast fertig. Der Eingang ist durch ein solides Tor gesichert und selbst an eine Pförtnerloge wurde gedacht.

 

Corona-Hilfe 3

Eine der Auflagen, denen die Schulen vor ihrer Wiedereröffnung nachkommen müssen, ist die strikte Einhaltung der Hygienebestimmungen: Händewaschen, Abstandsregeln. Darüber hinaus wollte Sr. Elizabeth, die Direktorin der St. Thereza Day and Boarding Primary School in Bwanda, nahe Masaka, eine Isolierstation für Verdachtsfälle einrichten. Auch hier konnten wir Hilfe leisten. Aber lesen Sie selbst den Bericht der Schulleiterin:

BWANDA ST. THERESA DAY ANDBOARDING PRIMARY SCHOOLP.O. BOX 511, MASAKA (U)TEL: 0772-305983 / 0701085892

Datum: 15/02/2021

Bericht über das Projekt
KEEP OUR CHILDREN SAFE FROM COVID-19
an der St. Theresa Primary School - Uganda

St. Theresa Bwanda Primary School hat ein Projekt ausgearbeitet und über Rev. Sr. Speranza an einen unbekannten Sponsor geschickt. Unser Ziel war, die Kinder vor Covid-19 zu schützen und der Schule einen kontinuierlichen akademischen Fortschritt und gute Lernergebnisse am Ende des Schuljahres 2021 zu ermöglichen. Das Konzept ergab sich aus den Erfordernissen der Covid-19-Pandemie, die sich ausbreitete und zur größten Herausforderung für viele Schulkinder wurde, nicht nur an der St. Theresa Primary School, sondern an allen Schulen in Uganda. Die Pandemie hat viele Menschen inklusive die Eltern unserer Kinder herausgefordert und die psychologischen Auswirkungen der Verluste für die Kinder können nicht unberücksichtigt bleiben.

Bis zum 30. November 2020 wurden 314 Todesfälle gemeldet. Zu der Zeit, als unser Projekt geschrieben wurde, am 15.08.2020 gab es 20.459 Infizierte. 205 Menschen waren an Covid-19 verstorben.

Im Bemühen, unsere Kinder an der St. Theresa Primary School trotz der alarmierenden Situation zu schützen, hatte die Schulleiterin, Rev. Sr. Kyakuwadde Betty, zusammen mit der Schulleitung einen Plan entworfen als Weg zu einem freien und gesunden Umfeld für die Kinder: Physical distancing, Mobilitätseinschränkungen für die Kinder, wiederholtes Händewaschen mit Desinfektionsmitteln oder normaler Seife, Bereitstellung von Desinfektionsmitteln in den Schlafsälen, Umzäunung des Schulgeländes, um den Zugang zu kontrollieren, Temperaturmessungen, Einrichtung einer Isolierstation für Verdachtsfälle und Bereitstellung einer ausgewogenen Ernährung für die Kinder.

Die Umsetzung dieses Planes war für die Schule eine immense finanzielle Herausforderung.

Wir danken Rev. Sr. Speranza für den Kontakt zu einem Sponsor (d.h. zu unserem Verein Mwana Wange e.V.), der 1.500 Euro (das sind 1.740 US $) für unser Projekt bereitgestellt hat.

Wir sind dankbar für diesen freundlichen Beitrag, der uns half, unseren Plan umzusetzen.

Hier ist eine Aufstellung von Posten, die wir mit dem Geld des Sponsors beschafft haben:

No. Aktivität / benötigte Ausrüstung Einzelpreis in Ugandischsen Schilling Summe in Ugandischsen Schilling Summe in USD
1 Einrichtung der Isolierstation für Verdachtsfälle 1.000.000 1.000.000 274
2 Betten (4) 250.000 1.000.000 274
3 Matratzen (4) 100.000 400.000 110
4 Infrarot-Thermometer (2) 170.000 340.000 93
5 Desinfektionsmittel / Seife 1.000.000 1.000.000 274
7 Moskitonetze 15.000 60.000 17
8 Handwaschbecken 180.000 1.620.000 444
9 Medikamente 928.195 254
Summe 6.348.195 1.740

Realisierung unseres Projektes

Bevor wir die Unterstützung des Sponsors zum Kampf gegen die Ausbreitung von Covid-19 erhielten, hatten wir selbst gebaute Handwaschstationen aus einfachen Materialien: Ein Kanister, eine Schnur und ein hölzernes Gestell.

Die neu erworbenen Handwaschstationen machen es den Kindern viel einfacher, sauber und sicher vor der Ausbreitung von Covid-19 zu bleiben.

Eine Waschstation besteht aus einem 40-Liter-Gefäß, einem Gestell aus Metall und einer Plastikschüssel und hat einen Platz für die Seife. Die Station ist sicherer, weil sie zum Händewaschen nicht berührt werden muss.

Die Schule hat neun solcher Stationen angeschafft. Die Kinder waschen ihre Hände, wann immer dies notwendig ist, um vor der Krankheit verschont zu bleiben.

Die Schule konnte auch zwei thermometer guns (Infrarot-Fieberthermometer) kaufen. Diese werden zweimal am Tag verwendet, wenn die Kinder in die Klassen gehen und bevor sie ins Bett gehen. Die Schulschwester misst damit den Kindern die Temperatur. Wenn ein Kind erhöhte Temperatur hat, wird es von den anderen Kindern isoliert, bis die Ergebnisse feststehen.

Die Schule hat auch Betten, Matratzen, Moskitonetze und Bettzeug erworben und damit eine Isolierstation für Verdachtsfälle eingerichtet. In einer Box in der Ecke hält sich die Schulschwester auf und hat so die Kinder im Blick bis das Testergebnis da ist.

Ich nutze diese Gelegenheit unseren lieben Sponsoren für die freundliche Unterstützung zu danken, die sie unserer Schule zuteilwerden ließen.

Trotz des steigenden Bedarfs an Handwaschstationen, einer stabilen Wasserversorgung, Desinfektionsmitteln und vielen anderen Dingen, sind wir dankbar für die Hilfe, die wir über Sr. Speranza bekommen haben.

Wir versprechen, unsere Kinder auch weiterhin zu schützen und abzusichern, dass die weitere Ausbreitung von der Krankheit unter Kontrolle ist.

Liebe Sponsoren, Euer Beitrag ermöglicht uns, unsere Kinder vor der Covid-19-Pandemie zu schützen. Herzlichen Dank für Eure großzügige Unterstützung.

Eure
Rev. Sr. Kyakuwadde Elizabeth
Schulleiterin

 

Bischof em. John Baptist Kaggwa
*22.03.1943   †20.01.2021

Aus Uganda erreichte uns die traurige Nachricht, dass John Baptist Kaggwa, emeritierter Bischof der Diözese Masaka, Uganda, am 20. Januar im Alter von 77 Jahren an Covid-19 verstorben ist.

Bei keiner unserer Reisen nach Uganda durfte ein Besuch bei Bischof Kaggwa fehlen. Er nahm sich immer für uns Zeit, manchmal auch mehr, als sein übervoller Terminkalender erlaubte. Einmal, nachdem mehrere Versuche, ihn zu treffen, wegen anderer Termine abgesagt werden mussten, erhielten wir abends in unserem Hotel einen Anruf: „Hier ist Bischof Kaggwa, ich komme gleich zu euch.“

Die Treffen mit Bischof Kaggwa haben uns immer sehr beeindruckt. Es war nicht nur seine persönliche Freundlichkeit und Ruhe. Es war auch sein Interesse an uns Besuchern und vor allem seine Kenntnisse und sein Wissen über sein Land und seine Menschen, die beeindruckten. Er hatte auf alle unsere Fragen eine kluge, freundliche Antwort, die uns half, das Land und seine Menschen immer besser zu verstehen, und die uns manchmal auch zum Nachdenken gebracht hat.

Wir verlieren mit John Baptist Kaggwa einen warmherzigen Freund.

Der Vorstand des Vereins Mwana Wange e.V.

 

 

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